Vita Schriftsteller Journalist Freunde Orte Lektüre Downloads Impressum
Startseite Journalist Rezensionen Lyrik Altenburg

Journalist


Kommentare Portraits und Gespräche Portraits und Gespräche 2 Rezensionen Bildende Kunst Rezensionen Biographien und Autobiographien Rezensionen Filme Rezensionen Fotografie Rezensionen Kabarett Rezensionen Lyrik Rezensionen Prosa Rezensionen Sachbücher Rezensionen Theater Verstreutes

Altenburg Ficowski Gosse Hammer Kirsch Klefinghaus Preissler Scherner Schumacher



Altenburg

Mit Frankfurt per du

Nicht alle Dichter, die in Frankfurt (Oder) lebten und leben, sind mit dieser Stadt auf du und du. Der Lyriker Maik Altenburg aber nennt sie „alte hansedame“ und gesteht: „wenn du traurig bist, stadt, möchte ich dich berühren“. Kein Wunder, dass der Enddreißiger ihr auch ein Geburtstagsgeschenk macht, ein kleines, liebevoll gestaltetes Heft, in dem er Frankfurt besingt. Die Verse klingen öfter spröde als hymnisch, manchmal auch sarkastisch. Man weiß, was man aneinander hat, immer die eigenen Grenzen im Blick. Der Fluss spült die Augen klar. Der Kompass ortet Gegenwart jenseits von Wladiwostok, Wittstock und Woodstock. Im Gedächtnis gibt es noch das „Russenmagazin“, die falsche Schinkellaterne und Omas Thälmannbild. Der Himmel über Frankfurt ist weniger Zukunftsverheiung als Gegenmuster zu den in Schnee gepinkelten Sternen. Altenburg hofft, dass dies nicht seine einzigen Spuren bleiben. Ein Wiederkehrer ist er, zu Hause unter seinesgleichen, empfindsamen Schandmäulern also. Was sich da unter dem Deckel mit der Fotografik des Kleistdenkmals verbirgt, lohnt sich zu lesen und ist mit vier Euro gerade mal so teuer wie ein, zwei Biere. Man kann sie auch dazu trinken.

Bestellungen unter sehraeuber@zinkwanne.de