Maik Altenburg
Die Frankfurt-Gedichte von Maik Altenburg gehören zu den schönsten Frankfurt-Gedichten, die ich kenne, und zu den schönsten Gedichten, die ich von Altenburg kenne. Der pas de deux von Kommune und Citoyen (oder doch Communarde?) scheint geglückt, obwohl gerade das der Stadt und ihren Bewohnern um so schwerer zuzutrauen ist, je länger man mit ihnen lebt.
Jens Gerlach
Eines der letzten Bilder zeigt ihn auf einer Mole an der Nordsee, mit zausem Grauhaar, Jeans, Joppe und der unentbehrlichen Tabakspfeife. Zurückgekehrt in seine Heimat, denn das ist Hamburg ihm immer geblieben. Und also das Heimweh auch, nachdem er sein Vaterland in der DDR gefunden hatte, vom ersten Augenblick an bereit es zu lieben, und in den letzten Jahren immer klarer erkennend, daß auf Gegenliebe nicht zu hoffen war.
Gerhard Gundermann
Gundermann hat mich mit auf seine Lieder genommen und manchmal habe ich sie verstört verlassen. Wie bei seinen streunenden Hunden. Sie lieben mich, aber sie beschützen mich nicht.
Frank Viehweg
Viehweg ist ein Mutmacher, ein zornig Liebender im Krieg, der zwischen den Geschlechtern, zwischen den Generationen, zwischen Oben und Unten tobt. Er ist ein Mann, der nach Hoffnung sucht und sie weitergibt, wann immer er sie findet.
Eva Schönewerk
Meine ersten Gedichte nahm Eva an wie ein Geschenk. So fühlte ich mich verstanden, noch bevor sie sie las. Auch ihre Einladung, bevor ich die Schule verließ, war ein Geschenk. Mein Mann hat einen Zirkel, bei uns zu Haus. Komm doch mal, wenn du willst… So habe ich meine poetischen Eltern gefunden.